Depotabsicherung mit Put Optionen einfach erklärtDie hohen Bewertungen von Aktien führen zuweilen zu Höhenangst unter den Anlegern und manch einer fragt sich, wie er seine Aktienbestände gegen sinkende Kurse absichern kann. Es gibt verschiedene Hedging-Methoden, doch für Privatanleger ist vor allem die Put-Option eine einfache und verständliche Möglichkeit zur Depotabsicherung welche hier Schritt für Schritt erklärt wird.

Eine Put-Option wirkt wie eine Versicherung fürs Depot. Als erstes ist die "Versicherungsprämie" zu bezahlen. Kommt es zum "Schadenfall" (Aktienmarkt bricht ein), zahlt die Put-Option (Versicherung) und gleicht so den Schaden auf dem Aktienportolio aus. Laufen die Aktienmärkte weiter (kein Schadenfall), wurde die Versicherungsprämie umsonst bezahlt und das in die Absicherung eingesetzte Geld ist verloren.

Depotabsicherung mit Put-Optionen:

Schritt 1: Bestimmung der abzusichernden Summe

Als erstes müssen Sie sich einen Überblick über den aktuellen Stand Ihrer Aktienanlagen verschaffen. Mit einer Put-Optionen auf den Aktienmarkt können Sie nur die Aktienbestände in Ihrem Vermögen vor Kursverlusten absichern. Zinsen und Währungen sind ein anderes Thema. Entnehmen Sie also aus dem Depotauszug den Wert, den Sie in Aktien investiert haben: Direktanlagen, Aktienfonds und der Aktienbestand aus Mischfonds oder Zertifikaten sind dabei zusammenzurechnen.

Beispiel: Nehmen wir als Rechnungsbeispiel einen Aktienbestand von 350'000 EUR.

 

Schritt 2: Bestimmung des Basiswerts der Option

Eine Put-Option bezieht sich immer auf ein zugrundeliegendes Finanzinstrument: in der Regel ein Aktienindex, allenalls eine Einzelaktie oder ein ETF. Für die meisten Aktiendepots mit einem Überhang an Aktien Europa/Deutschland eignen sich Put-Optionen auf den DAX am besten, um ein gemischtes Aktienportfolio abzusichern, zumal der DAX bei Rückschlägen jeweils kräftig reagiert. Dies aufgrund seiner Zusammensetzung aus zyklischen Aktien aus dem Auto/Industrie-Sektor.

Wer jedoch ein Aktienportfolio mit wenig Ähnlichkeit zum DAX hat, weil er z.B. nur in US-Technologiewerte investiert, sollte die Absicherung auf einen anderen Aktienindex wählen, in diesem Fall auf die Technologiebörse NASDAQ.

 

Schritt 3: Bestimmung von Laufzeit und Ausübungspreis (Strike) der Option

Wie lange soll die Absicherung laufen? Bei welchem Indexstand soll die Absicherung erfolgen? Diese Fragestellung ist mit einem Blick auf die Kosten für Put-Optionen zu beantworten. Je länger eine Absicherung läuft, desto teurer ist sie. Eine Absicherung bis Ende Jahr ist rund doppelt so teuer wie eine Absicherung bis zur Jahresmitte.

Des weiteren ist eine Absicherung zum aktuellen Indexstand (Strike at the money) wesentlich teurer als eine Absicherung 10% unter dem aktuellen Indexstand. Hier eine Übersicht der Preise für Put-Optionen per 04.03.2015 auf den DAX:

  Juni 2015 Dezember 2015
Strike 10'000 100 290
Strike 10'500 170 415
Strike 11'000 290 560

Abfrage aktueller Optionspreise an der Derivatebörse EUREX:

 

Schritt 4: Bestimmung der Anzahl zu kaufender Optionen und Höhe der Prämie

Nehmen Sie den aktuellen Wert Ihrer Aktienbestände (350'000) und dividieren Sie den Wert durch den Indexstand des gewählten Basiswerts (in unserem Fall DAX bei 11'300 Punkten). 350'000 : 11'300 = 30

Da Ihr Aktiendepot den Wert von 30 mal dem DAX aufweist, benötigen Sie 30 DAX Optionen, um Ihr Depot abzusichern.

Wenn Sie sich für die Option bis Dezember 2015 bei 10'500 Punkten entscheiden, dann kostet Sie die Depotabsicherung mit Put-Optionen 30*415 = 12'450 EUR. Das sind rund 3.55% Ihres Depotwerts, die Sie für eine Absicherung aufbringen müssten. Falls Sie dieses Jahr schon 18.5% vorwärts gemacht haben und auch mit +15% zufrieden wären, ist die Frage, ob Sie die Absicherungskosten bezahlen möchten sicher einfacher zu beantworten, als wenn Ihr Depot noch nicht vorwärts gekommen ist. Denn Sie müssen auch damit rechnen, dass die Absicherung nicht benötigt wird und das dafür investierte Geld verloren geht. Wehrmutstropfen: Falls die Börse weiter steigt, sind sie mit Ihren Aktien noch weiter mit dabei.

Falls Sie sich entscheiden, die Option zu kaufen, geben Sie den Auftrag Ihrem Banker. Bei DAX-Optionen ist die Kontraktgrösse 5. Das heisst, es müssen immer 5er-Pakete an Optionen gekauft werden. Für kleinere Beträge sind Optionen auf Zertifikate-Basis (Optionsscheine) meist kostengünstiger im Handel. Achten Sie hierbei aber genau auf das Bezugsverhältnis, denn oft werden 500 oder 1000 Optionsscheine benötigt um einmal den DAX abzusichern. Am allerwichtigsten: Vergewissern Sie sich vor Auftragseingabe nochmals, ob Sie tatsächlich Put-Optionen kaufen und nicht Call-Optionen, denn ansonsten positionieren Sie sich auf der falschen Seite des Marktes und sind bei fallenden Kursen nicht abgesichert, dafür bei steigenden Kursen doppelt mit dabei.

 

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