Was sind Tutle Traders? Worum geht es?

In diesem Beitrag geht es um das Buch von Curtis Faith mit dem Englischen Titel "WAY of the TURTLE", eines der besten Trading-Bücher überhaupt.

Curtis beschreibt autobiografisch sein Werdegang zum Trader, der mit einem skurrilen Experiment begann. Zwei erfolgreiche Rohstoff-Trader wetteten im Jahr 1983, dass es möglich sei, erfolgreiche Trader wie Schildkröten (engl. Turtles) zu züchten. Für den Erfolg ausschlaggebend sei einzig und allein, dass die Trader sich an bestimmte Regeln halten. Die Regeln würden den Erfolg bringen, und nicht ob jemand das "Talent" oder ein "gutes Gefühl" für die Märkte habe. 

Im Buch beschreibt Curtis, wie er als 19 jähriger Student am Experiment teilnahm und durch das strikte Einhalten der Handelsregeln Millionen-Gewinne erwirtschaftete. Die Handelsregeln und Methoden, die damals zum Einsatz kamen, werden detailliert erörtert. Zudem zeigt Curtis auf, wie eine erfolgsversprechende Trading-Methode auch heute erschaffen werden kann, und auf was dabei zu achten ist.

 

Die Turtles

Richard Dennis, ein erfolgreicher Trader und Vater des Turtle-Experiments, suchte via ganzseitigen Inseraten im "Barrons" nach Kanditaten für seine Trader-Klasse. Neben dem damals 19 jährigen Studenten Curtis Faith landen die unterschiedlichsten Typen in der Trader-Klasse von 1983: Ein Spieler und Autor von Spiele-Anleitungen, ein Dr. in Sprachwissenschaften der Universität Chicaco, ein Mann der für das Agrarunternehmen Cargill Rohstoffe handelte und in der Schulzeit Schachmeister war, ein paar Leute aus dem Handel, ein Buchhalter und ein professioneller Blackjack und Backgammon Spieler. Jeder dieser Schüler bekam nach Einführung ein richtiges Handelsbuch, das im Erfolgsfall wie bei Curis auf 1 Million USD aufgestockt wurde. 

Warum hatte der 19 jährige Curtis den grössten Handelserfolg? Alle Turtles bekamen exakt die gleichen Handelsregeln. Die meisten von ihnen dachten jedoch, sie wüssten etwas mehr über den Markt und brachen die Regeln nach eigenem Gutdünken. Nur Curtis hielt sich immer strikt an die Handelsregeln, egal wie konträr er damit zum Markt lag.

 

Unterschied zwischen Trader und einem Investor (Händler und Anleger)


Die Unterscheidung ist nicht immer klar und eindeutig, da viele die sich als Anleger bezeichnen eigentlich ein Händlerverhalten an den Tag legen.

Investoren sind Anleger, die etwas kaufen, und über viele Jahre halten möchten, weil sie an eine langfristige Wertsteigerung glauben.

Traders kümmern sich nicht darum, was sie kaufen. Traders kümmern sich nur um die Preise und handeln letztendlich mit Risiken. Sie setzen auf die Preisbewegungen von Zinsen, Währungen, Rohstoffen, Aktien und so weiter. Ob die Preise steigen oder sinken ist egal; Trader spielen beide Richtungen. Es gibt Trendfolge-Trader, die die langen Trends spielen, es gibt die Scalpers, welche die minimen kurzfristigen Hin-und-Her-Bewegungen mitmachen und es gibt die Hedgers, welche Absicherungsgeschäfte für Unternehmen aus der Wirtschaft tätigen. Jeder Trader hat einen anderen Grund für seinen Handel. Schlussendlich sorgen die Trader für einen liquiden Markt.

 

Die Handelsregeln der Turtles

Die Turtels handelten die 30 liquidesten Futures an den US-Börsen: Gold, Öl, Yen, Pfund usw. 

Die Handelsregeln basierten auf den Preiskanälen nach Donchian (Donchian-Price-Channels). 

In der Praxis war es so, dass die Turtles den Markt verfolgten und eine neue Position eröffneten (Long oder Short), sobald der Schlusskurs des Vorabends höher oder tiefer lag, als die Schlusskurse der letzten 60 Handelstage. Lag der Schlusskurs höher, kauften sie, lag der Schlusskurs tiefer, verkauften sie. Mittels einer einfachen Risikoberechnung definierten sie die Anzahl der zu eröffnenden Futures-Kontrakte. Dann hiess es warten bis sich der Trade entwickelte oder bis er den Stop-Loss berührte und mit Verlust verkauft wurde.

Das Geheimnis in dieser Anlagestrategie ist die Disziplin, die über lange Zeit einen entscheidenden Vorteil bringt. Denn niemand kann wissen in welche Richtung der Markt geht. Handelsregeln aber funktionieren auf lange Sicht. Warum?

Weil ein Ausbruch aus einem Preisband der letzten 60 Tage einen Richtungswechsel, einen Trend, darstellt, der im Chart sichtbar ist und dem viele Marktteilnehmer instinktiv folgen und so den Trend verstärken. Die Märkte werden immer in die eine oder andere Richtung einen Trend entwickeln. 

Das Entscheidende ist, jedes Signal ausnahmslos zu handeln. Denn 80% der Trades werden mit einem Verlust geschlossen. Nur 20% der Trades gehen richtig ab. Diese Trades sind verantwortlich dafür, dass eine solche Trendfolgestrategie langfristig sehr gewinnbringend sein kann.

 

Empfehlungen zur Gestaltung eines Handelslalgorithmus

Das Turtle-Experiment gab den Startschuss zur Entwicklung der algorithmischen Handelssystemen. Heutzutage ist eine Vielzahl solcher Fonds und Strategien im Angebot.

Der Autor gibt detailliert Auskunft, auf was beim Entwickeln und Back-testing einer Handelsstrategie zu achten ist.

Wichtig ist, eine Strategie ausreichend zu testen. Jedoch sollte der Algorithmus nur einige wenige Regeln beinhalten und nicht zu komplex sein. Denn Handelsregeln, die mit vielen Sonderregeln ausgestattet sind, die sich in der Vergangenheit bewahrheitet haben, sehen zwar im Backtesting super aus. Da die Zukunft zwar ählich sein wird, wie die Vergangenheit, aber niemals identisch, sind solche überperfektionierten Regeln zum Scheitern verurteilt. 

 

Fazit

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine gute Einführung in das Thema Trading und Handelsalgorithmen sucht.

 

 

Узнайте про интересный портал на тематику личный кабинет альпари.
rtic can cooler

https://best-drones.reviews